UBR Galerie Ulrike Reinert, Salzburg

Hein Spellmann, VPT31, 2008, Silikon, CLC-PRint, Acryl, Schaumstoff, Holz, 64 x 46 x 8,5 cm

Hein Spellmann

Zulässige Abweichung

Die Basis der Arbeiten Hein Spellmanns sind nach wie vor die Fotografie und die Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum. Die Häuserfassaden der großen Plattenbausiedlungen Berlins, die anonyme Architektur der Hochhäuser in den Großstädten mit ihren Stahlträgerkonstruktionen und Glasfassaden, all dies spiegelt sich wieder in den kissenähnlichen Polster-Objekten des Künstlers. Für Spellmann ist die Architektur sein Gegenüber, ein Dialogpartner, den er »en face« abbildet. Dieses Bild wird danach vom Künstler in Anlehnung an den Ausstellungstitel bearbeitet und geformt, die Abweichung von der Norm, jenes Quentchen »Anderes«, das die Differenz und das Individuelle auszeichnet, wird zum Thema.
Entsprechend sind die neuen, größeren Formate von Spellmanns Arbeiten, welche die Korrespondenz zu ihren monumentalen Vorbildern deutlicher werden lassen. Auch das Äußere der Objekte weicht ab von der gradwinkelig angelegten Form der früheren Jahre, sie sind geprägt durch weiche, runde und wie durch einen Zerrspiegel gesehene Konturen.

10 Jahre UBRgalerie Ulrike Reinert