UBR Galerie Ulrike Reinert, Salzburg

»young talents«

Christophe Lambert: Mickeynietzsche von Heavy Metal
Birgit Pleschberger: chiene abondonnes
Julia Maurer: Rousseau


4.6.–4.7.2009
Eröffnung: Mittwoch, 3.6.2009, 1930

Der Schweizer Maler und Zeichner Christophe Lambert (geb. 1970 in La Chaux-de-Fonds) orientiert sich in seinen Bildern im Comic-Stil an Märchen, japanischen Mangas und Fotos der Printmedien. Ganz selbstverständlich greift er auf das umfangreiche Bildreservoir zahlloser berühmter Gemälde der Kunstgeschichte zurück und fügt Zitate daraus in seine vielgestaltigen, bunten Bildergeschichten ein, die längst nicht immer nur »harmlos« bleiben, sondern daherkommen mit Ironie, Witz und einer Prise schwarzen Humors.

Die Wiener Künstlerin Julia Maurer (geb. 1983) schloss 2007 ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien ab (Studium bei W. ­Obholzer und E. Bohatsch). 2008 erhielt sie bereits den Strabag Art Award. In ihren Bildern geht es um Darstellungen von Alltagssitua­tionen. Es  sind Beobachtungen kleiner, psychologischer Details, nicht die der großen Gefühle und Emotionen. Spürbar wird eine alltägliche Melan­cholie. Die kleinen Formate tragen zu Distanz und Ruhe bei, welche die Künstlerin vermitteln will. Die meisten Sujets sind privat und persönlich bis intim, was dem Betrachten etwas Voyeuristisches verleiht. Die Farbgebung und malerische Ungeschliffenheit unterstreichen den flüchtigen und zufälligen Charakter der Bilder.

Birgit Pleschberger (geb. 1978 in Villach) arbeitet mit den unterschiedlichsten Techniken, mit Fotografie, Installation, Grafik und neuen ­Medien. Besonders in ihren Rauminstallationen kreiert die Künstlerin mit eigenartigen Tierwesen, Licht und Ton verstörende, teils surreale, Szenarien, die den Betrachter keinesfalls gleichgültig lassen. Ihre »Chiens abandonnes«, kleine Hundeskulpturen, die sie im Großstadtraum »aussetzt«, sodann fotografisch festhält und kartografisch mit Standort dokumentiert, sind anrührend in ihrer scheinbar hilflosen Fragilität und verweisen so  auf einen weiter zu fassenden Kontext von Verlassenheit, Einsamkeit und Leere.

10 Jahre UBRgalerie Ulrike Reinert