UBR Galerie Ulrike Reinert, Salzburg

Konrad Winter, Malerei: Getarnte Landschaft. Schanigarten, 2011
Konrad Winter: »Getarnte Landschaft. Schanigarten«, 2011. Malerei (Autolack) Aluminium, 125x176cm

Konrad Winter – Die ungeheure Stadt

Eröffnung: Mittwoch, der 12. 10. 2011, 19.30 Uhr

Dauer: 13.104. –17. 12. 2011

Ansichten der Stadt Salzburg gibt es ungezählt. Das städtische Panorama erscheint vielfach abgebildet und reproduziert in den unterschiedlichsten Medien. Die mediale Bilderflut wiederum speist einen kollektiven Speicher mit Abbildungen besonderer Art: es ist ein (aus-)gerichteter, scheinbar kanonisch festgelegter und im Grunde nahezu ausnahmslos touristischer Blick auf die Festung, das Festspielhaus, die Getreidegasse, Schloss Mirabell samt -Garten und vieles andere mehr.

Der in Salzburg geborene Maler Konrad Winter hat seinen eigenen Blick. In der Manier seiner getarnten Landschaften – einer Malerei im „Camouflagestil“ – wählt er Typisches und Atypisches aus, wiederholt das einerseits schon oft Gesehene und mischt dazu Bilder, die so niemals im Touristen-Guide zu sehen sein werden. Es fächert sich ein kleiner Katalog von Ansichten auf, in dem der Stadt mehr zugetraut wird, als nur Mozart- und Festspielseeligkeit.

 
Julia Maurer: »la danse«, 2011. Mischtechnik/Leinwand, 18 × 24 cm.

Julia Maurer 

Malerei – Zeichnung – Objekt

Eröffnung: Mittwoch, der 20.7.2011, 19.30 Uhr
Dauer: 21.7. – 3.9. 2011

1983geboren in Wien. Lebt u. arbeitet in Wien
2002-2007Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, Wien bei Walter Obholzer und Erwin Bohatsch
2005Studienaufenthalt an der Glasgow School of Art
2008Strabag ArtAward Anerkennungspreis, Wien
Einzelausstellungen (Auswahl)
2011Nikki Bogart, Verein für Künstler und kulturellen Austausch, Wien
2008»Nur keine Scheu«, Strabag Kunstforum, Wien
»Lieber nichts sagen«, MUSA Museum auf Abruf, Wien
2006»smile sweetheart«, Ebendorf raum 8, Wien
Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
2011Gallery SPACE, Bratislava
Anton Faistauer Preis Nominierungen, Galerie im Traklhaus, Salzburg
»Tschirp Tschirp«, Atelier Arsenal, Wien
»Lucky chance«, Galerie Lukas Feichtner, Wien
2010Young Art Auction, Novomatic Forum, Wien
Blaugelbe Galerie, Zwettl
2009»Young Talents«, UBRGalerieUlrike Reinert, Salzburg
»Best of Austria«, Lentos, Linz
2008Eisler Preis 08 Nominierungen, Bank Austria Kunstforum, Wien
2007»Im Zentrum am Rand«, Weinstadtmuseum, Krems
 
Marcos Vidal: Hot Dog. 2009, mixed media, 11 × 18 × 13 cm
Marcos Vidal: Hot Dog. 2009, mixed media, 11 × 18 × 13 cm

Feature stories – Teilnehmende Beobachtungen

Thom Barth (D), Dietmar Franz (A), Marcos Vidal (ES)

Eröffnung: Mittwoch, der 6. 4. 2011, 19.30 Uhr
Dauer: 7. 4. –28. 5. 2011

Zur Eröffnung spricht: Dieter Ronte

Der Begriff »feature stories« wird in der Welt des Films verwendet im Zusammenhang mit einem längeren, informativen Beitrag, der einführen soll in einen bestimmten thematischen Bereich. Die Dreifachausstellung aktueller Arbeiten von Thom Barth, Dietmar Franz und Marcos Vidal soll in ähnlicher Weise einen tiefergehenden Einblick in das Werk dieser Künstler geben. 

Über die "teilnehmende Beobachtung" versucht jeder der drei auf seine Weise der Realität auf die Spur zu kommen: Thom Barth isoliert Themen selektiv aus dem Kontext und findet in einer Form des "Remix" ;über das Material zu neuen Bedeutungszusammenhängen. In seinen Buchbohrungen packt er Text im Wortsinn an. Das Buch als Werkstoff wird zur Skulptur mit Hintersinn. Marcos Vidal ist ein "Sammler", seine Arbeiten setzen sich zusammen aus den unterschiedlichsten (Fund-)Materialien, rekrutiert aus der realen, wie auch der virtuellen Welt in Form von Werbeanzeigen, Plastikspielzeug, diversen Magazinen und dem Internet.Die zusammencollagierten Objekte und guckkastenähnlichen Kisten werden dabei zu Archivboxen, sie zeigen fast bühnenhafte Inszenierungen, die stets unsere alltägliche Welt in ihrer Absurdität und Widersprüchlichkeit reflektieren.Die Zeichnungen von Dietmar Franz stehen in engen Zusammenhang mit seinem persönlichen Lebensraum. Ein Flaneur in den Straßen Wiens gibt er oftmals fast tagebuchartig seine Eindrücke aus dem öffentlichen aber auch aus seinem privaten Leben in dieser Stadt kaleidoskopisch wieder.